Brennholz – Welche Holzart ist die Richtige

Im Prinzip können Sie alle Holzarten zum Heizen verwenden. Allerdings sollten Sie vor der Wahl Ihres Brennholzes entscheiden, welche Anforderungen Sie an Holz und Kamin haben. Ist Ihr Kamin die primäre Wärmequelle Ihres Zuhauses oder nutzen Sie den Ofen der Gemütlichkeit wegen? Diese Überlegungen können Einfluss auf die Wahl des Brennholzes haben.

Von: Line Nederby

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BrennholzWelche Holzart sollten Sie wählen?

Es gibt eine Reihe verschiedener Holzarten, die sich um Heizen gut eignen. Die häufigsten Holzarten sind:

  • Buche
  • Eiche
  • Esche
  • Birke
  • andere Arten von Laubbäumen

Als Ausgangspunkt können Sie alle Holzarten zum Heizen verwenden. Denn ein Kilo Holzstoff gibt immer die gleiche Menge Wärme ab, egal welche Holzart Sie wählen. Der Unterschied besteht darin, wie viel die einzelne Holzart pro Kubikmeter wiegt.

Je schwerer die Holzart, desto höher der Brennwert des Holzes (wenn man davon ausgeht, dass der Feuchtigkeitsprozentsatz der gleiche ist). Das heißt: Ein Raummeter Buchenbrennholz (schweres Holz) hat einen höheren Brennwert als ein Raummeter Fichtenholz (leichtes Holz). Sie müssen häufiger Brennholz nachlegen, wenn Sie mit leichtem Holz heizen.

Der Brennholzpreis ist in der Regel abhängig vom Brennwert. Je schwerer, desto teurer.

Gewicht der Holzarten in kg pro m³ (100% Holz mit einem Wassergehalt von 18%)
Buche 710
Eiche 700
Esche 700
Ulme 690
Ahorn 660
Birke 620
Bergkiefer 600
Weide 560
Erle 540
Waldkiefer 520
Lerche 520
Linde 510
Fichte 450
Pappel 450

Schweres oder leichtes Holz?

Die unterschiedlichen Holzarten haben ihre Vor- und Nachteile und erfüllen unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse.

Leichte Holzarten lassen sich leicht verarbeiten und anzünden. Allerdings müssen Sie häufiger nachlegen, da das Holz schneller verbrennt.

Schwere Holzarten lassen sich zum Teil schwer anzünden. Das Holz gibt Gase frei, die sich langsamer entzünden als die von leichten Holzarten. Der Brennwert von schwerem Holz ist allerdings größer, der Holzscheit hält länger und gibt länger Wärme ab.

Bitte beachten Sie: Verwenden Sie kein Holz mit Harz (z.B. Fichte) bei offenen Feuerstellen und Öfen. Dieses Holz gibt beim Verbrennen Funken ab.

Welche Anforderungen sollte Ihr Kaminholz erfüllen?

Die Wahl des Holzes sollten Ihren Anforderungen angepasst sein. Benutzen Sie den Ofen der Gemütlichkeit wegen, können die leichten (und billigeren) Holzarten eine gute Wahl sein. Seien Sie sich jedoch dessen bewusst, dass leichtes Holz bei der Aufbewahrung mehr Platz wegnimmt als schweres.

Ist der Kamin die primären Wärmequelle Ihres Zuhauses, ist es eine gute Idee, die schweren Holzarten zu wählen. Sie sind in der Anschaffung häufig teurer, ihr Brennwert ist dementsprechend aber auch größer.

TIPP: Verwenden Sie sowohl leichtes als auch schweres Holz

Sie können auch leichte und schwere Holzarten gemischt kaufen. Verwenden Sie das leichte Holz zum Anzünden und anschließend die schwereren Holzarten zum Heizen.

Diese Materialien sollten Sie nicht verwenden

Es gibt eine Reihe von Materialien, die Sie zum Heizen nicht verwenden sollten. Sie sind schädlich für Mensch und Natur und darüber hinaus strikt verboten.

Es ist strikt verboten mit folgenden Materialien zu heizen:

  • Druckimprägniertes Holz oder Euro-Paletten. Das Holz darf unter keinen Umständen Oberflächen behandelt sein.
  • Holzabfall, der Farbe, Leim oder Lack enthält.
  • Haushaltsmüll (Milchkartons, Eierkartons, Plastik, Papier z.B. Wochenzeitung oder Werbung).
  • Baustellenmüll, der Schrauben oder Nägel enthält sowie Reste von Span- oder Gipsplatten.

Diese Materialien enthalten Giftstoffe, die bei der Verbrennung freigegeben werden. Selbst in kleinen Mengen sind sie für den Menschen schädlich. Deshalb ist es verboten mit ihnen zu heizen.

Seien Sie gut zur Umwelt und den Nachbarn

Der Rauch Ihres Schornsteins enttarnt Sie, wenn Sie mit ungeeignetem oder verbotenen Materialien heizen sollten. Der Rauch sollte beim Aufsteigen weiß, fast durchsichtig sein. Dunkler, dicker und nach Brand riechender Rauch ist nicht nur umweltschädlich, sondern stört auch die Nachbarn. Heizen Sie daher immer mit trockenem und sauberen Holz. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Holzarten

Mit Hilfe der Übersicht über die unterschiedlichen Holzarten finden Sie schnell heraus, welches Brennholz Ihren Bedürfnissen entspricht.

  • Laubbaum, gemischt

Laubbaum, gemischt, besteht aus leichten Holzarten mit dünner Rinde. Diese Sorte Brennholz wird häufig als Discountholz verkauft. Es eignet sich gut als Anzündholz oder als Brennholz mit Gemütlichkeitsfaktor

  • Birke

Birke ist eine mittelharte Holzart mit dünner Rinde. Es lässt sich leicht anzuzünden und kann sowohl in Kaminöfen, russischen Öfen mit hohem Wirkungsgrad sowie Kaminen und offenen Feuerstellen verwendet werden.

  • Esche

Esche ist eine harte Holzart mit dünner Rinde. Es lässt sich leicht anzuzünden (eventuell mit Hilfe von Anzündholz einer leichteren Holzart). Sehr gut geeignet für Kaminöfen und Kessel. Kann mit Vorteil zum Langzeitheizen verwendet werden.

  • Buche

Buche ist eine harte Holzart mit dünner Rinde. Buchenholz lässt sich schwer anzünden. Verwenden Sie deshalb Anzündholz einer leichten Holzart zum Anzünden. Sehr gut geeignet für Kaminöfen und Kessel. Kann mit Vorteil zum Langzeitheizen verwendet werden.

  • Eiche

Eiche ist eine harte Holzart mit dicker Rinde. Eichenholz lässt sich schwer anzünden. Verwenden Sie deshalb Anzündholz einer leichten Holzart zum Anzünden. Brennt nur bei starken Zug optimal.

Verfasst von
Line Nederby
Journalist

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